HBV Jena 90

Der Handballverein in Jena

Thüringenliga Männer: HSV Apolda – HBV Jena: 26:30

28. Oktober 2014 von Admin | Kommentare deaktiviert

Zu viel liegengelassen

Mit einer 26:30-Niederlage kehrten die Handball-Herren des HBV Jena 90 am Samstagabend vom Thüringenliga-Spitzenspiel aus Apolda zurück. Die vor dem Derby auf Rang 3 platzierten Saalestädter unterlagen dem bis dato Tabellenzweiten aus der Glockenstadt am Ende verdient, rutschen nach dem 6.Spieltag in der eng zusammenliegende Verfolgergruppe auf den 5.Platz ab. Alleiniger Spitzenreiter ist nunmehr der HSV Apolda, da Ronneburg in heimischer Halle überraschend gegen den Sonneberger HV mit 26:31 unterlag. „Wir haben den Gastgebern einen großen Kampf geliefert und ich bin mir sicher, dass die Zuschauer in dieser Partie auf ihre Kosten gekommen sind“, sagte Trainer Steffen Schreiber nach der Schlusssirene. „Meine Jungs haben heute zu viele gute Chancen liegengelassen, konnten in den Schlüsselsituationen das Ruder nicht herumreißen. Wenn man die gesamten 60 Minuten betrachtet, hat der HSV das Parkett als verdienter Sieger verlassen“, bilanzierte Schreiber.

In der mit über 350 Zuschauer pickepackevollen Seelenbinder-Halle in Apolda waren es zunächst die Jenaer Gäste, die das Tempo bestimmten und bis Mitte der ersten Hälfte eine 6:5-Führung behaupten konnten. Erst in der Folge fanden die Hausherren besser in das Duell. Mit konsequenten Abschlüssen und einer physisch stark agierenden Deckung drehte Apolda den Rückstand über 9:6 bis zum 12:8-Halbzeitstand. Jenas Defensive hatte bis zum Kabinengang gehalten. Jedoch kam die Offensiv-Abteilung des HBV nicht wie gewohnt ins Laufen. So verpuffte eine Vielzahl der Jenaer Angriffe im Verlauf der ersten 30 Minuten durch zu ungenauen Abschlüsse oder am starken Igor Toskoski im Tor der Apoldaer. In der zweiten Halbzeit gelang es den Herren des HBV dann zwar endlich sich ihrer Torarmut zu entledigen, dafür schlug es zwischen der 35. bis zur 45.Minute ungewöhnlich oft im Kasten der Saalestädter ein. Nachdem sich die von Sebastian Triller und Thomas Sanftleben dirigierten Gastgeber bis zur 46.Minute auf 23:18 abgesetzt hatten, schien die Partie in Richtung Heimsieg zu kippen. In dieser Phase war es vor allem Jenas Hagen Rose, der sich, überwiegend mit brachialer Gewalt aus dem Rückraum abschließend, gegen die drohende Entscheidung stemmte.

Mit Bedacht und einem Siebenmeter auf 23:20 (48.) verkürzend, öffnete Jenas an diesem Abend bester Akteur noch einmal die Tür zu einem möglichen Richtungswechsel. Dieser Spalt schloss sich allerdings in der 54.Minute beim Stand von 27:23 wieder, nachdem ein Abspielfehler des HBV inklusive des folgenden Jenaer Fouls die Apoldaer mit einem Siebenmeter belohnte und das Schreiber-Team mit einer Zeitstrafe in Unterzahl geraten ließ. Apoldas Triller nutzte diese sich ihm bietende Gelegenheit von der Siebenmeter-Markierung um auf 28:23 zu erhöhen. Auch wenn der HBV Jena im Anschluss noch einmal viel versuchte und zwischenzeitlich sogar bis auf 28:26 (58.) verkürzen konnte, reichte es am Ende nicht mehr um dem Lokalderby die gewünschte Wendung zu verpassen. Zu selten hatten die Leistungsträger des HBV Jena im Verlauf der zurückliegenden 60 Minuten ihre Normalform abrufen können.

Tom Prager / OTZ Jena

HBV: Schottmann, Krause – Lothspeich 3 Tore, Gottschalk 2, Kellermann 1, Nowak 3, Joel, Pfitzner 1, Schreiber 3, Le 1, Rose 10, Donatien 2

Thüringenliga Männer: HBV Jena – GoGo Hornets Gotha 37:27

22. Oktober 2014 von Admin | Kommentare deaktiviert

Souveräner Sieg gegen Gotha
Mit einem auch in dieser Höhe verdienten 37:27-Sieg gegen die Reserve der GoGo Hornets aus Gotha klettern die Handballer des HBV Jena 90 in der Tabelle der Thüringenliga weiter nach oben, rangieren mit nur noch einem Punkt Rückstand hinter dem HSV Apolda auf dem 2.Platz. Die Ostthüringer liefen im Duell gegen die Gothaer ab Mitte der ersten Hälfte nie in Gefahr die Begegnung zu verlieren, brachten den Erfolg im Verlauf der zweiten Halbzeit routiniert über die Zeit. „Wir haben hier und heute verdient gewonnen. Nachdem die Jungs in der ersten Hälfte das Fundament für den Sieg gelegt hatten, konnte ich allen Spielern Einsatzzeit geben“, sagte Trainer Steffen Schreiber nach dem Spiel. „Unsere offensive Deckung hat Gotha früh den Spaß am Spiel genommen. Selbst als es zwischenzeitlich noch einmal knapp zu werden drohte hat die Mannschaft clever reagiert, den Vorsprung aus einer starken Deckung wieder erhöht und bis zur Schlusssirene verwaltet“, so Schreiber, der Torhüter Kevin Schottmann und den nach einer Verletzung zurückgekehrten Sebastian Joel aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung heraushob.

Die Geschichte des Duells ist unterdessen schnell beschrieben. Nach einer zunächst zähen Startphase und der einzigen Gothaer Führung beim 1:0 (1.) übernahmen die Jenaer die Kontrolle über das Spiel. Bis zur 19.Minute auf 10:5 enteilt, sah sich Gotha früh gezwungen die taktische Notbremse in Form einer Auszeit zu nehmen. Die Handballer des HBV ließen sich jedoch nicht aus dem Rhythmus bringen, verabschiedeten sich mit einer 14:8-Halbzeitführung in die Kabine. Nach der Pause kamen die Gäste zunächst besser ins Spiel. Bis 19:16 (39.) verkürzend, kämpften sich die Hornissen kurzzeitig noch einmal in die Begegnung zurück, kassierten in den Folgeminuten bis zum 24:16 (43.) allerdings den vorentscheidenden Tore-Konter der Schreiber-Sieben, der schlussendlich das Jenaer Sieger-Fundament goss. Bis zur Schlusssirene den Vorsprung konstant ausbauend, war es im Anschluss der HBV, der seinen vierten Sieg in Folge feiern konnte.

Tom Prager / OTZ Jena

HBV: Schottmann, Krause – Lothspeich 1 Tor, Gottschalk 8, Kellermann 6, Nowak 1, Joel 2, Schreiber 4, Pfitzner 4, Huffziger 2, Rose 2, Le 7, Donatien

Thürigenliga Männer: Vfb TM Mühlhausen – HBV Jena 24:28

14. Oktober 2014 von Admin | Kommentare deaktiviert

Sieg im Vier-Punktespiel.

Mit einem wichtigen 28:24-Sieg kehrten die Handball-Herren des HBV Jena 90 aus Mühlhausen zurück.

Das Team von Trainer Steffen Schreiber gewann verdient bei den Nordwest-Thüringern nach einem Start-Zielsieg, schiebt sich nach dem Erfolg im Vier-Punktespiel auf Tabellenplatz 3 der Thüringenliga. Nur noch jeweils einen Punkt hinter dem Duo aus Ronneburg und Apolda rangierend haben Jenas Handballer nun fast freie Sicht in Richtung Tabellenspitze.

Während sich die HBV-Herren bereits im Verlauf der ersten Hälfte einen komfortablen Vorsprung herausarbeiten konnten, nach einer äußert wachen Startphase mit 5:1 (7.) führten, blieb die Schreiber-Sieben auch bis zum 12:6-Halbzeitstand das spielbestimmende Team. Zwischenzeitlich auf 9:6 verkürzend, fand der VfB Mühlhausen bereits in dieser Phase nur selten die passenden Antworten auf Jenas konsequente und aggressive Deckung.

Auch nach Wiederanpfiff sollte sich am Bild der ersten Halbzeit nicht viel ändern. Zwar gelang es den Hausherren unmittelbar nach dem Start in die zweiten 30 Minuten bis auf 13:10 (35.) zu verkürzen, die Saalestädter konterten jedoch in der Folge mit einem Mix aus treffsicheren Abschlüssen und intensiver Verteidigung, um sich erneut auf 18:13 (43.) abzusetzen.

Nachdem diese Führung konserviert und kurzzeitig sogar noch einmal ausgebaut wurde, um wieder mit 24:18 (53.) in Führung zu gehen, war die Entscheidung bereits vor der Schlussphase gefallen.

HBV: Schottmann – Lothspeich 5 Tore, Gottschalk 5, Schabram, Nowak 3, Pfitzner 1, Huffziger, Schreiber 3, Le 2, Rose 7, Donatien 2

Tom Prager / OTZ Jena

Landespokal Männer: Pokalkrimi in der Landeshauptstadt

8. Oktober 2014 von Admin | Kommentare deaktiviert

HSG Erfurt gegen HBV Jena 30:31 n.V. (26:26; HZ: 11:14)

Nach dem Zusammentreffen der beiden ersten Mannschaften des HBV Jena und der HSG Erfurt in der Thüringen-Liga vor zwei Wochen, kam es im Landespokal zum Treffen der beiden zweiten Mannschaften. Es entwickelte sich von Beginn an eine umkämpfte Partie, in der sich die Gäste aus Jena durch spielerische Überlegenheit schnell eine 5:2 Führung erspielten. Nach der Verletzung von Fabian Weber geriet das Jenaer Spiel allerdings kurzzeitig in Stocken und Erfurt kam auf 7:5 heran. Bis zur Halbzeit erspielte sich Jena aber wieder einen 14:11 Vorsprung, schwächte sich aber ab der 27sten Minute durch eine rote Karte wegen groben Foulspiels.

Nach der Halbzeitpause konnte sich Jena sogar auf 18:13 absetzen, doch leider entglitt von diesem Zeitpunkt an den Jenaern die Spielkontrolle. Aufgrund der wenigen Wechselmöglichkeiten im Rückraum stockte nun der Spielfluss zusehends, zudem wurden beste Chancen nicht genutzt. So kämpfte sich die HSG Tor um Tor heran und verkürzte über  16:19 und 18:20, um beim 20:20 erstmals ausgleichen zu können. Jena kämpfte sich zwar beim 22:20 und 24:23 wieder in Führung, doch beim 24:25 hatte Erfurt fünf Minuten vor Schluss das Spiel gedreht. Zwei Minuten vor Spielende lag Jena mit 25:26 zurück, bevor in der letzten Spielminute noch der Ausgleich gelang. Der letzte Erfurter Angriff brachte keinen weiteren Torerfolg, sodass es in eine zweimal 5-Minütige Verlängerung ging.

Die erste Hälfte der Verlängerung verlief torreich. Jena ging stetig  in Führung (27:26), welche Erfurt aber immer auszugleichen wusste (27:27, 28:28, 29:29). Die zweite Hälfte der Verlängerung verlief dagegen torarm. Jena gelang zwar das 31:29, doch schwächte sich gleichzeitig durch eine weitere rote Karte und eine Zeitstrafe. Auch auf der Erfurter Seite wurde es übersichtlicher und Jenas Vorsprung schmolz auf 31:30. Jena verpasste im Folgenden mehrfach die Entscheidung, behielt aber in den letzten Minuten einen kühlen Kopf und spielte routiniert die Zeit herunter. Damit gelang der Einzug in die nächste Pokalrunde nach einer bis zur 35sten Minute überzeugenden Leistung letztlich durch den größeren Kampfgeist und einen groß aufspielenden Friedemann Frohberg (16 Tore).

Brüning, Blaeß, Klemm (3), Rang (4), Hoffmann, Brembach (5), Frohberg (16/5), Lück (2), Grunow, Weber, Knappe (1)