HBV Jena 90

Der Handballverein in Jena

I. Männer: HBV Jena 90: Mirkos Tränen

11. Mai 2016 von Admin4 | Kommentare deaktiviert

Handball: Mit einem Sieg kann der HBV Jena 90 die verkorkste Saison in der Thüringenliga beenden – auch wenn es die Mannen von Sergio Casanova noch einmal spannend machte. 27:25 (13:11) lautete der Endstand gegen den LSV Ziegelheim.

Unverwechselbar: Mirko Lothspeich vom Kreis gegen Ziegelheims Torwart Kevin Günther Foto: Peter Poser

Jena. Am Ende ließen ihn seine Mitspieler hochleben. Trugen ihn mit vereinten Kräften auf den Händen, während er da oben saß und Tränen vergoss.

Dabei hatte Mirko Lothspeich, der eben am letzten Spieltag der Thüringenliga sein letztes Spiel für den HBV absolvierte, bereits vor der Partie gegen Ziegelheim mit solchen zu kämpfen, als nämlich der 34-Jährige von offizieller Seite und lautstark für über 400 Spiele für die Saalestädter ausgezeichnet wurde. Emotionen pur. „Es ging halt doch nicht so ganz an mir vorbei. Es fiel mir extrem schwer, auch tagsüber schon. Bereits auf Arbeit musste ich die ganze Zeit daran denken, dass ich heute nun endgültig den Schritt gehe“, so das HBV-Eigengewächs nach der siegreichen Partie für die Jenaer, zu der er einen Treffer (7:5) beisteuern konnte, der entsprechend vom Publikum honoriert wurde. „Ich hätte gerne noch ein paar Tore mehr geworfen, doch das hat heute nicht geklappt. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr versöhnlicher Abschied mit einem Sieg, auch wenn das Spiel Höhen und Tiefen hatte.“

Und damit brachte es das HBV-Urgestein auf den Punkt, denn die Partie gegen Ziegelheim verlief zwar mit 27:25 (13:11)erfolgreich für die Gastgeber, doch so ein bisschen standen alle Zeichen auf Saisonausklang, zumal sich das Team von Sergio Casanova auch mit einem Erfolg in der Tabelle nicht verbessern konnte. Platz zehn war bereits vor dem letzten Spieltag in Stein gemeißelt. Es mangelte – und zwar auf beiden Seiten – nicht an Unaufmerksamkeiten und Abspielfehlern. Besonders gefrustet war in den ersten 30 Minuten HBV-Torwart Thomas Haugk, der am Anfang so manch – sagen wir mal – rotzfreches Tor kassieren musste. Zweimal – vielleicht sogar öfter – watschte er dafür einen Torpfosten ab. Der arme Pfosten.

Zu Beginn blieben die Teams jedoch in Schlagdistanz. Beim Stand von 4:3 für Ziegelheim griff sich jedoch Jenas John Le ein Herz und traf in kürzester Zeit, lediglich von Mirko Lothspeichs Abschiedstreffer unterbrochen, viermal – 8:5 für Jena. Und immer dann, wenn denn John Le verwandelte, erklang „Niggas in Paris“ von Jay-Z und Kanye West. Hip-Hop-Gelüste wurden im Sportkomplex Lobeda-West am Sonnabend temporär befriedigt. Das Kommando über die Musik als auch über die Ansagen hatte Torwart Felix Krause, der sich aufgrund der Rotation der Schlussmänner – in der zweiten Hälft war Kevin Schottmann zwischen den Pfosten tätig – erst gar nicht umziehen musste. Und mit der Zeit wuchs der gute Felix dann auch immer mehr in seine Rolle da oben in der Kabine hinein und sorgte für Stimmung. Zeitweilig führte der Gastgeber dann auch mit vier Toren (10:6, 11:7), doch wie heißt es so schön: wie gewonnen, so zerronnen. Die Mannschaft aus dem Altenburger Land kam immer wieder heran und konnte gut fünf Minuten vor der Pause sogar egalisieren (11:11). Treffer von Kapitän Paul Pfitzner und Nils Meyer sorgten jedoch dafür, dass es beim Stand von 13:11 in die Kabinen ging.

In der zweiten Hälfte setzte sich der HBV zu anfangs auf drei Tore (16:13, 17:14, 19:16), später dann sogar auf fünf (22:17) ab. Doch Ziegelheim ließ sich davon nicht sonderlich beeindrucken und verkürzte. Zwar konnten die Saalestädter dank Hagen Rose – der in dieser Phase geradezu entfesselt aufspielte – und Tobias Grau die Führung behaupten, lagen fünf Minuten vor Abpfiff mit 26:22 in Front, doch dann waren die Gäste am Drücker, während Jena nichts Zählbares mehr einfahren konnte – 26:25 gut 80 Sekunden vor dem Abpfiff. Es war letztlich Rose, der das Polster auf zwei Treffer ausbauen konnte, so dass das Team von Trainer Casanova nur noch die letzte Minute überstehen musste. Was sie dann ja auch tat. „Das hatten wir uns im Vorfeld anders ausgemalt. Wir haben gedacht, dass wir gegen Ziegelheim souveräner agieren würden, stattdessen erlaubten wir uns einen Fehler nach dem anderen. Ich hatte so das Gefühl, dass die Jungs nicht wirklich bei der Sache waren“, sagte Sergio Casanova, der jedoch auch betonte, dass es das letzte Spiel in der Saison gewesen sei – da müsse man jetzt kein Drama daraus machen, zumal sein Team ja gewonnen hätte. Und außerdem stand da ja noch etwas auf dem HBV-Kulturprogramm. Die Abschiedsparty von Mirko Lothspeich im „Turnschuh“. Also Schwamm drüber und hoch die Tassen.

Marcus Schulze / 09.05.16 / OTZ

Letztes Spiel fürs Eigengewächs vom HBV Jena 90

11. Mai 2016 von Admin4 | Kommentare deaktiviert

Handball: Wenn heute der HBV Jena zum Abschluss der Saison in der Thüringenliga den LSV Ziegelheim empfängt, wird Mirko Lothspeich zum letzten Mal für die 1. Mannschaft der Saalestädter auflaufen.

imageVielleicht wird Mirko Lothspeich heute zum Abschied gegen Ziegelheim noch einmal so agil abheben wie auf dem Foto. Foto: Peter Poser

Jena. In HBV-Kreisen ist es Running Gag. Zumindest ein kleiner. Und Mirko Lothspeich weiß darum. Ja, der Handballer muss da selber ein wenig lachen, wenn er denn auf das Thema „Aufhören“ angesprochen wird. „Ich liebäugel damit schon seit zwei, drei Jahren, doch dann habe ich immer noch eine Saison rangehangen“, sagt Mirko Lothspeich. Doch am Sonnabend gegen den LSV Ziegelheim soll es nun wirklich der letzte Auftritt auf der Handball-Bühne für den 34-Jährigen werden. Mehrere Beweggründe benennt er für seine Entscheidung. Das Alter, zum einen, der Beruf zum anderen. Lothspeich ist Filialleiter eines Baumarktes in Jena, der bundesweit agiert. Er müsse jetzt einfach Prioritäten setzen. „Dreimal die Woche Training und am Wochenende Spiele schaffe ich zeitlich einfach nicht mehr“, sagt das HBV-Eigengewächs, für das der Handball viele Jahre Priorität Nummer eins war – auch als Gegenentwurf zu seinem beruflichen Dasein.

Dass er überhaupt mit der Materie namens Handball in Kontakt kam, hat Mirko Lothspeich seiner Mutter und auch seiner Tante zu verdanken, die beide Handballerinnen waren. Diesbezüglich ist er — wenn man denn so will – familiär vorbelastet. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass klein Mirko in der AG Handball seiner Schule seine ersten Gehversuche unternahm. Dass er jedoch letztlich beim HBV landen sollte, dafür war eine ehemalige Mitspielerin seiner Mutter verantwortlich: Renate Prinz.

Dass die Handball-Trainerin, die den Jungen von klein auf kennt, ihn plötzlich in ihren Reihen haben wollte, war dem Umstand geschuldet, dass besagte Handball AG gegen den HBV-Nachwuchs auflief und ihn kurzerhand besiegte. Noch am selben Abend habe Renate Prinz vor der Wohnungstür der Eltern in Lobeda-West gestanden. Und zwar mit einem Formular in der Hand, mit dem der Fünftklässler Mitglied beim HBV werden würde. Die Erziehungsberechtigten sollten unterschreiben und seit diesem Tag ist Mirko Lothspeich Mitglied beim HBV Jena 90.

Handball war immer Priorität Nummer Einsatz 

Doch der Schüler fuhr damals noch zweigleisig. Denn nicht nur Handball zog ihn in seinen Bann, sondern auch – wie sollte es an der Saale anders sein – der Fußball. Er kickte für den SSV Lobeda. Summa summarum bedeutete diese Doppelbelastung fünfmal Training in der Woche sowie zwei Punktspiele am Wochenende. Als er dann jedoch mit 16 Jahren eine Lehre zum Einzelhandelskaufmann aufnahm, musste er sich entscheiden. Handball oder Fußball, das war die Frage. Letztlich entschied er sich für Handball. Ausschlaggebend war dabei, dass ein paar Handball-Mitstreiter in seiner Klasse waren.

Für die erste Mannschaft hat er über 400 Spiele absolviert. Sein Glück sei dabei stets gewesen, dass er von Verletzungen verschont blieb. Ein paar Blessuren, klar, auch schon mal beide Augen blau, wie der Linksaußen, der viele Jahre als Kreisläufer auflief, berichtet. Doch Knie oder Schulter wurden höchstens temporär in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Höhepunkt sei zweifelsohne das Erreichen der „Final Four“ des THV im Jahr 2011 gewesen, als der HBV im Halbfinale Nordhausen bezwang und sich erst im Finale Bad Blankenburg geschlagen geben musste. Und dann wäre da natürlich noch der Aufstieg in die Thüringenliga vor drei Jahren.

Doch warum gerade Handball? „Es ist die körperliche Intensität, aber auch der Teamgeist, das Miteinander auf dem Feld, welches ich stets größer empfunden habe als im Fußball. Das ganze Drumherum hat mir beim Handball einfach mehr zugesagt.“ Dass er dem HBV immer die Treue gehalten habe, könne auch dem Umstand geschuldet sein, dass er viele der älteren Vereinsmitglieder durch seine Mutter und Tante schon sehr lange kannte. Der Verein habe letztlich für ihn auch eine soziale Dimension besessen. Und diese wird er auch künftig, besitzen, denn ein Dasein ohne den HBV kann er sich nicht wirklich vorstellen, zumal er ja auch im Vorstand der Saalestädter aktiv ist. Vielleicht wird er ab der kommenden Saison in der 3. Mannschaft des HBV auflaufen. Nein, ohne geht es nicht. Schon gar nicht, wenn man wie Mirko Lothspeich ein „Eigengewächs“ des HBV Jena 90 ist. Und als solches möchte er sein letztes Spiel heute mit einem Sieg krönen.

Marcus Schulze / 07.05.16 / OTZ

1.Frauen: Sieg im letzten Spiel sichert Platz 5

9. Mai 2016 von Diana Reichardt | Kommentare deaktiviert

Wenn das Nesthäkchen vom HBV Jena 90 trifft – Dank des Sieges in Nordhausen wird der HBV Jena die Saison auf einem fünften Tabellenplatz beenden. 26:20 (13:10) gewann das Team von Diana Reichardt am letzten Spieltag in Nordthüringen.

Nordhausen. Für das Saisonfinale in der Thüringenliga mussten die HBV-Damen ihre wohl längste Reise antreten, die das Team von Diana Reichardt nach Nordhausen führte. Doch die Reisemühen sollten sich am Ende für die Ostthüringerinnen auszahlen, konnten sie doch die letzte Begegnung 26:20 (13:10) für sich entscheiden. Der Triumph über die Gastgeber des Nordhäuser SV war das, was die Trainerin im Allgemeinen – natürlich – sehr zufrieden stellte.

In den ersten zehn Minuten abgetastet

In den ersten zehn Minuten der Partie tasteten sich beide Team jedoch erst einmal ab, wobei die Saalestädterinnen – bis auf den Ausgleich zum 1:1 – das gesamte Spiel über stets in Führung lagen. Nach jener etwas schleppenden Phase, in der es nicht an Abspielfehlern mangelte, gab der HBV jedoch Gas. Ballgewinne, Konter und dann natürlich auch Tore. „Es ging dann stetig voran“, so Diana Reichardt. Die Handballerinnen des SV kamen auf maximal zwei Tore heran.

In der zweiten Hälfte schaltete die „verrückte Band“ dann noch einen Gang höher und zog auf 16:10 davon. „In gewisser Weise war das der K.o.-Schlag für Nordhausen“, so die Übungsleiterin. Der Gastgeber hätte sich von dieser Sturm-und-Drang-Phase des HBV nicht mehr erholen können. Alle Zeichen standen von da an auf Auswärtssieg. „Das war dann eine kontinuierliche Leistung“, so das Resümee von Diana Reichardt. Ihre Mannschaft agierte mit verschiedenen Deckungssystemen, für die Nordhausenschlichtweg keine Lösung gefunden hätte. Doch damit nicht genug, schließlich gab es da noch etwas anderes, was Diana Reichardt – im Speziellen sozusagen – glücklich machte: Anna Richter. Das Nesthäkchen in den Reihen des HBV erzielte nach ihrer Einwechslung in der zweiten Halbzeit stolze sechs Tore, darunter zwei Siebenmeter. „Es hat richtig Spaß gemacht, ihr dabei zuzuschauen, zumal sie mit den beiden Freiwürfen auch Verantwortung übernommen hat.“ Die 16-Jährige sei ein wahrer Lichtblick in Sachen Handball in Jena.

Aufgrund des Ergebnisses am letzten Spieltag in der Thüringenliga beenden die HBV-Damen die Saison auf Tabellenplatz fünf. Den haben sie sicher, doch es könnte am Ende gar noch der vierte Platz herausspringen, was wiederum von den Ausgängen der Nachholespiele abhängig ist. Ob nun Platz vier oder fünf, so oder so ist es eine beachtliche Leistung, die da Diana Reichardt als „Feuerwehrfrau“ – gemeinsam mit ihrem Team – da ablieferte. Als sie die HBV-Damen im November übernahm, hatten sie den letzten Tabellenplatz inne.

Marcus Schulze 05.05.16 OTZ

1.Frauen: Vorbericht zum letzten Auswärtsspiel in Nordhausen

30. April 2016 von Diana Reichardt | Kommentare deaktiviert

Reise zur Nordhäuser Wundertüte – Die HBV-Damen befinden sich auf der Zielgeraden in der Thüringenliga. Die letzte Partie der Saison führt das Team von Diana Reichardt zum Tabellennachbarn aus Nordhausen. Mit einem Sieg kann Platz fünf abgesichert werden.

Nordhausen/Jena. Melanie Fiedler fackelt nicht lange, zieht einfach mal ab – Tor. Marie Göpfert tut es ihr gleich, aus der Drehung sogar. Der Ball fliegt parabelartig und wunderschön gen Kasten – Tor. Stephanie Kieslich lauert indes – leicht abseitsverdächtig – vor dem anderen Gehäuse. Und zwar mit Erfolg. Der Ball landet schließlich bei ihr, sie muss nur noch verwandeln – Tor. Am Donnerstagabend treffen sich die Handballerinnen des HBV Jena für ihre letzte Trainingseinheit in der Saison 2015/16 im Sportkomplex Lobeda-West. Zur Erwärmung wird Fußball gespielt. Und das ist gar nicht mal ohne, denn bisweilen wird scharf geschossen. Trainerin Diana Reichardt wird da auf der Bank an der Außenlinie bisweilen ganz anders, wenn sich der Hallenball mal wieder in ein unkontrollierbares Flugobjekt verwandelt und sich ihr bedrohlich nähert oder sich direkt vor ihr gleich mehrere Spieler um den Ball “streiten”.

Noch kleine Blessuren von der Partie am Sonntag

Gleichzeitig belegt das engagierte Gekicke ihrer Spielerinnen, dass die HBV-Damen – im Großen und Ganzen – das ruppige Spiel gegen Apolda am Sonntag verdaut haben. Auch wenn die eine oder andere Akteurin noch über kleine Blessuren klagt. “Es war schon grenzwertig am Sonntag, aber so ist nun einmal Handball”, sagt Diana Reichardt. Heute nun reist ihr Team für die letzte Begegnung der Saison zum Nordhäuser SV. Die Nordthüringerinnen haben derzeit den vierten Platz in der Thüringenliga inne und sind der Tabellennachbar des HBV, der auf Platz fünf verweilt. Was die Trainerin denn von der Partie erwartet? “Nordhausen ist eine totale Wundertüte. Die haben eigenartige Spielergebnisse. Die Mannschaft ist gut in die Saison gestartet, hat jedoch am vergangenen Wochenende sehr deutlich in Ziegelheim verloren (24:33/Anmerkung der Redaktion). Was uns da jetzt erwartet, kann ich wirklich nicht sagen und deswegen gehen wir da auch ohne Druck an die Sache heran.” Sollte ihr Team jedoch gewinnen, könnte auch noch Platz vier bei der Endabrechnung in der Liga für die Saalestädterinnen herausspringen – und das nach dem wahrlich verkorksten Saisonauftakt. Jedoch liegt es nicht gänzlich in den Händen der Gäste aus Ostthüringen, ob sie mit einem Sieg die Saison auf Platz vier beenden, da der Nordhäuser SV noch ein Nachholspiel zu absolvieren hat. “Das können wir nicht beeinflussen. Wir können aber mit einem Sieg zumindest den fünften Platz gegenüber Weimar absichern, das ebenfalls noch eine Partie absolvieren muss.” Aber eigentlich will sich Diana Reichardt – und dergleichen gilt auch für ihr Team – mit solch rechnerischen Spitzfindigkeiten nicht belasten. “Wir liegen in der Rückrunde voll im Soll.”

Da es jedoch heute erst einmal der letzte Auftritt der “verrückten Band” sein wird, geht sie davon aus, dass sich alle ihre Spielerinnen noch einmal besonders reinhängen werden.

Marcus Schulze / OTZ Jena / 30.04.16

1.Männer: Vorbericht zum Auswärtsspiel in Bad Blankenburg

30. April 2016 von Diana Reichardt | Kommentare deaktiviert

Wenn der Charakter gefragt ist – Die HBV-Männer müssen am vorletzten Spieltag der Thüringenliga nach Bad Blankenburg reisen, wo die zweite Mannschaft des Teams aus der 3. Liga auf sie wartet.

Von Marcus Schulze
Bad Blankenburg. Zwei Siege konnten die HBV-Männer zuletzt holen. Zum einen gegen den HSV Weimar, zum anderen gegen die GoGo Hornets.

Nun soll der dritte Streich am Sonnabend gegen die zweite Mannschaft des HSV Bad Blankenburg, die erste spielt in der 3. Liga, folgen. Jedoch leichter gesagt als getan: “Sie haben Spieler in ihren Reihen, die in der ersten Mannschaft trainieren und eben in der zweiten auflaufen. Einige von ihnen sind demnach ein höheres Niveau gewohnt”, sagt Sergio Casanova und verweist damit auf Spieler wie etwa Igor Ardan aus der Slowakei, der viele Jahre in der ersten Mannschaft agierte. Er sei schon im Hinspiel im Dezember der auffälligste Akteur der Gäste gewesen. “Bad Blankenburg verfügt über eine Kombination aus jungen Spielern, auf der einen Seite, und eben erfahrenen Spielern auf der anderen”, so der Interimscoach.

Schwierige Partie

Von daher rechnet Sergio Casanova mit einer sehr schwierigen Partie heute, zumal der Gastgeber noch vor ein paar Spieltagen Platz drei in der Thüringenliga inne hatte und lediglich drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Derzeit stehen die Bad Blankenburger auf Platz fünf. So oder so, die Mannschaft aus dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt sei ein sehr starkes Team, das gerade in der Verteidigung zu überzeugen wüsste und äußerst schnell auf Konter umstellen könnte.

Mit Blick auf den HBV-Kader berichtet der Trainer, dass Swen Gottschalk noch verletzt sei. Des Weiteren wird Jan Vanek nicht mit nach Bad Blankenburg reisen. Ansonsten seien alle anderen HBV-Akteure an Bord, auch Kapitän Paul Pfitzner, der am vergangenen Wochenende auf der Tribüne Platz nehmen musste. Sein Team soll heute nun die zwei Siege zu einer kleinen Serie ausbauen. “Wir haben uns vorgenommen, die beiden noch ausstehenden Partien zu gewinnen. Ich hoffe, dass meine Mannschaft den Rückenwind aus den beiden Erfolgen mitnehmen kann. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind”, so der Coach, der jedoch auf den Umstand verweist, dass beide Siege in heimischen Gefilden eingefahren wurden. Dergleichen sei bisweilen relativ leicht. Auswärts sei das schon wieder eine ganz andere Geschichte. “Da muss die Mannschaft Charakter beweisen. Ich hoffe, dass meine Mannschaft in den vergangenen Wochen eben diesen Charakter bekommen hat.”

Quelle: OTZ Jena vom 30.04.16