HBV Jena 90

Der Handballverein in Jena

Vereinsfest und Auszeichnung Erhard Fast

19. Juni 2016 von Admin4 | Kommentare deaktiviert

Am 18.06.16 fand zum 2. Mal unser Vereinsfest im Sportkomplex Lobeda West statt. Die Princesses Cheerleader waren natürlich auch mit dabei und eröffneten den Tag. Im Anschluss wurde unser langjähriger Sportfreund Erhard Fast mit der Ehrennadel des Stadtsportbundes ausgezeichnet und im Anschluss wurde dann in Mixmannschaften ( Frauen, Männer und Jugend ) Handball gespielt. Zwischendurch versuchte sich der ein oder andere mal mit Volleyball spielen:-).

Danke an alle Beteiligten.

Gelungener Saisonabschluss – Männliche Jugend A holt HFA Ost-Pokal in Ronneburg

9. Juni 2016 von Admin | Kommentare deaktiviert

mjapokalNach dem Ende der Punktspiele stand für unsere A-Jugend-Mannschaft am vergangenen Sonnabend als Saisonabschluss das Turnier um den Pokal des HFA Ost in Ronneburg auf dem Terminplan. Verstärkt wurde die Mannschaft unter der Leitung von Daniel Kempe an diesem Tag durch Spieler der aktuellen B-Jugend, so dass das Turnier auch ein wenig zur Einstimmung auf die nächste Saison diente, wo man dann gemeinsam als neue A-Jugend zusammenspielen wird.
Das Turnier, gespielt wurde im Modus jeder gegen jeden über jeweils 25 Minuten, begann für unsere Mannschaft mit dem Spiel gegen den Gastgeber und Turnierfavoriten HSV Ronneburg. Im Gegensatz zu den Ronneburgern war unsere Mannschaft von Anfang an hellwach und nach 10 Minuten konnte nach wirklich schön herausgespielten Toren eine 7:2-Führung bestaunt werden. Hierbei gelang Johannes Dubnack ein lupenreiner Hattrick bis zum 3:0. Der Weckruf des Trainers während einer Auszeit drehte das Spiel – nun traf Ronneburg durch seine starken Rückraumschützen und wir vergaben klarste Chancen, u.a. 2 Siebenmeter. 2 Minuten vor Schluss glichen die Gastgeber in einem sehr fairen Spiel zum 10:10 aus, schlimmer noch: nach einem technischen Fehler unsererseits bekamen sie auch noch die Chance zum „letzten“ Angriff, der allerdings 20 Sekunden vor dem Ende durch ein Fehlabspiel jäh endete. Oliver Dubnack versenkte den schnellen Gegenstoß zum umjubelten Siegtreffer.
Das nächste Spiel brachte ein Wiedersehen mit den Spielern der TSG Concordia Reudnitz. Mit hohem Tempo konnte nach zähem Beginn ein sicherer Sieg errungen werden, wobei alle Feldspieler als Torschütze ihr privates Erfolgserlebnis hatten. Die nie aufsteckenden Gegner wurden am Ende klar ausgekontert und mit 19:6 geschlagen.
Schon in den bisherigen Spielen war klargeworden, dass der Sieg in diesem Turnier neben der Mannschaft des Gastgebers vor allem über die Mannschaft des SV Aufbau Altenburg geht. In den Punktspielen hatten wir 2 x gewonnen, so dass wir uns gute Chancen ausrechnen konnten. Der Wichtigkeit des Spiels entsprechend entwickelte sich eine umkämpfte, bisweilen auch (zu) hart und ruppig geführte Partie. Unsere Mannschaft übernahm bis ca. 10 Minuten vor dem Ende das Zepter und konnte auf 8:5 enteilen, wobei insbesondere Martin Richter und Oliver Dubnack als Vollstrecker glänzten. Die Altenburger kämpften – auch durch ihren Anhang frenetisch angefeuert – , erzielten Tor um Tor und führten eine Minute vor dem Ende 9:8. Wäre nicht Christoph Schmidt im Tor gewesen, der in dieser Zeit u.a. 2 Tempogegenstöße der Altenburger abwehrte, wir hätten uns über eine Niederlage nicht beschweren dürfen. Unseren letzten Treffer zum Endstand von 9:9 erzielte wiederum Oliver Dubnack per Sprungwurf aus dem Rückraum genau in den rechten Winkel.
Nachdem die Ronneburger Mannschaft ihr Spiel gegen Altenburg gewinnen konnte, war klar, dass uns ein Sieg gegen den Post SV Gera zum Turniersieg reichte. Unsere Mannschaft machte von Anfang an Tempo, nutzte Schnelligkeits- und körperliche Vorteile kompromisslos und gewann am Ende ungefährdet 16:8.
Am Ende stand als Lohn der Gewinn des Pokals. Ein bisschen Wehmut kam auf, da u.a. Richard Seidel, Michael Singer und Christoph Klerner die Mannschaft verlassen. Zu hoffen ist, dass sie alle dem Handball in Jena im Erwachsenenbereich erhalten bleiben.
Einen Dank für die gelungene Veranstaltung muss unbedingt an die Organisatoren des HFA Ost sowie des HSV Ronneburg gehen.

Nachruf

29. Mai 2016 von Diana Reichardt | Kommentare deaktiviert

Am 21. Mai 2016 verstarb unser Ehrenmitglied und Sportkamerad Harald Bratfisch kurz vor seinem 86. Geburtstag. Wir verlieren mit ihm einen langjährigen Freund und großartigen Menschen.

Seine Anstrengungen und sein Einsatz für unseren Verein seit dem Gründungsjahr 1990 als Sportler, Übungsleiter und ehrenamtlicher Helfer werden immer in Erinnerung bleiben. Bereits zuvor hatte sich Harald als Handballsportler große Verdienste erworben. Im Jahr 1951 konnte er mit seiner Mannschaft den Thüringenmeistertitel im Feldhandball erringen.

Sein Ableben hinterlässt eine tiefe Lücke in unserem Verein und stellt zugleich einen Verlust für den Thüringer Handballsport dar.

Unsere tief empfundene Anteilnahme gilt Haralds Familie und allen Angehörigen.

Jena, im Mai 2016

HBV Jena 90 e.V.

I. Männer: HBV Jena 90: Mirkos Tränen

11. Mai 2016 von Admin4 | Kommentare deaktiviert

Handball: Mit einem Sieg kann der HBV Jena 90 die verkorkste Saison in der Thüringenliga beenden – auch wenn es die Mannen von Sergio Casanova noch einmal spannend machte. 27:25 (13:11) lautete der Endstand gegen den LSV Ziegelheim.

Unverwechselbar: Mirko Lothspeich vom Kreis gegen Ziegelheims Torwart Kevin Günther Foto: Peter Poser

Jena. Am Ende ließen ihn seine Mitspieler hochleben. Trugen ihn mit vereinten Kräften auf den Händen, während er da oben saß und Tränen vergoss.

Dabei hatte Mirko Lothspeich, der eben am letzten Spieltag der Thüringenliga sein letztes Spiel für den HBV absolvierte, bereits vor der Partie gegen Ziegelheim mit solchen zu kämpfen, als nämlich der 34-Jährige von offizieller Seite und lautstark für über 400 Spiele für die Saalestädter ausgezeichnet wurde. Emotionen pur. „Es ging halt doch nicht so ganz an mir vorbei. Es fiel mir extrem schwer, auch tagsüber schon. Bereits auf Arbeit musste ich die ganze Zeit daran denken, dass ich heute nun endgültig den Schritt gehe“, so das HBV-Eigengewächs nach der siegreichen Partie für die Jenaer, zu der er einen Treffer (7:5) beisteuern konnte, der entsprechend vom Publikum honoriert wurde. „Ich hätte gerne noch ein paar Tore mehr geworfen, doch das hat heute nicht geklappt. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr versöhnlicher Abschied mit einem Sieg, auch wenn das Spiel Höhen und Tiefen hatte.“

Und damit brachte es das HBV-Urgestein auf den Punkt, denn die Partie gegen Ziegelheim verlief zwar mit 27:25 (13:11)erfolgreich für die Gastgeber, doch so ein bisschen standen alle Zeichen auf Saisonausklang, zumal sich das Team von Sergio Casanova auch mit einem Erfolg in der Tabelle nicht verbessern konnte. Platz zehn war bereits vor dem letzten Spieltag in Stein gemeißelt. Es mangelte – und zwar auf beiden Seiten – nicht an Unaufmerksamkeiten und Abspielfehlern. Besonders gefrustet war in den ersten 30 Minuten HBV-Torwart Thomas Haugk, der am Anfang so manch – sagen wir mal – rotzfreches Tor kassieren musste. Zweimal – vielleicht sogar öfter – watschte er dafür einen Torpfosten ab. Der arme Pfosten.

Zu Beginn blieben die Teams jedoch in Schlagdistanz. Beim Stand von 4:3 für Ziegelheim griff sich jedoch Jenas John Le ein Herz und traf in kürzester Zeit, lediglich von Mirko Lothspeichs Abschiedstreffer unterbrochen, viermal – 8:5 für Jena. Und immer dann, wenn denn John Le verwandelte, erklang „Niggas in Paris“ von Jay-Z und Kanye West. Hip-Hop-Gelüste wurden im Sportkomplex Lobeda-West am Sonnabend temporär befriedigt. Das Kommando über die Musik als auch über die Ansagen hatte Torwart Felix Krause, der sich aufgrund der Rotation der Schlussmänner – in der zweiten Hälft war Kevin Schottmann zwischen den Pfosten tätig – erst gar nicht umziehen musste. Und mit der Zeit wuchs der gute Felix dann auch immer mehr in seine Rolle da oben in der Kabine hinein und sorgte für Stimmung. Zeitweilig führte der Gastgeber dann auch mit vier Toren (10:6, 11:7), doch wie heißt es so schön: wie gewonnen, so zerronnen. Die Mannschaft aus dem Altenburger Land kam immer wieder heran und konnte gut fünf Minuten vor der Pause sogar egalisieren (11:11). Treffer von Kapitän Paul Pfitzner und Nils Meyer sorgten jedoch dafür, dass es beim Stand von 13:11 in die Kabinen ging.

In der zweiten Hälfte setzte sich der HBV zu anfangs auf drei Tore (16:13, 17:14, 19:16), später dann sogar auf fünf (22:17) ab. Doch Ziegelheim ließ sich davon nicht sonderlich beeindrucken und verkürzte. Zwar konnten die Saalestädter dank Hagen Rose – der in dieser Phase geradezu entfesselt aufspielte – und Tobias Grau die Führung behaupten, lagen fünf Minuten vor Abpfiff mit 26:22 in Front, doch dann waren die Gäste am Drücker, während Jena nichts Zählbares mehr einfahren konnte – 26:25 gut 80 Sekunden vor dem Abpfiff. Es war letztlich Rose, der das Polster auf zwei Treffer ausbauen konnte, so dass das Team von Trainer Casanova nur noch die letzte Minute überstehen musste. Was sie dann ja auch tat. „Das hatten wir uns im Vorfeld anders ausgemalt. Wir haben gedacht, dass wir gegen Ziegelheim souveräner agieren würden, stattdessen erlaubten wir uns einen Fehler nach dem anderen. Ich hatte so das Gefühl, dass die Jungs nicht wirklich bei der Sache waren“, sagte Sergio Casanova, der jedoch auch betonte, dass es das letzte Spiel in der Saison gewesen sei – da müsse man jetzt kein Drama daraus machen, zumal sein Team ja gewonnen hätte. Und außerdem stand da ja noch etwas auf dem HBV-Kulturprogramm. Die Abschiedsparty von Mirko Lothspeich im „Turnschuh“. Also Schwamm drüber und hoch die Tassen.

Marcus Schulze / 09.05.16 / OTZ