HBV Jena 90

Der Handballverein in Jena

Newsticker Saison 2016/17

25. September 2016 von Diana Reichardt | Kommentare deaktiviert

25.09.16: Ergebnisse des Wochenendes:

Frauen – Thüringenliga: VfB TM Mühlhausen – 1.Frauen 21:39 (11:19)

Männer – Thüringenliga: 1. Männer – SG Könitz / Saalfeld 35:19 

Männer – Landesliga: 2. Männer – Fortuna Großschwabhausen 17:17

gemischte Jugend E: HBV Jena – JSG Könitz/Slf. II. 25:0 (12:0) – real, ohne Quotient

männliche Jugend C: HBV Jena – ThSV Eisenach 20:30 (14:15)

weibliche Jugend D: HSV Weimar – HBV Jena 11:12 (5:5)

männliche Jugend D: HSV Weimar – HBV Jena 12:41 (7:21)

20.09.16:  Heimspieltag mit Jugend und Männerhandball auch am kommenden Wochenende wieder … schnell noch mal vorbei kommen, denn erst am 29./30.10.16 gibt’s dann wieder “Handball live in Jena”


18.09.16: ein überaus erfolgreiches Wochenende geht zu Ende und unsere Teams haben mächtig Punkte eingesammelt … die Ergebnisse:
Männer: Sonneberg HV – 1.Männer 20:23 … 2.Männer – Gera 22:18… Altenburg 3 – 3.Männer 28:28

Frauen: 1.Frauen – Altenburg 28:26 … 2.Frauen – Ziegelheim 20:16

Jugend männlich: Ronneburg – mJC 29:22 … mJD – Kranichfeld 41:10 … Gera – mJB 32:33

Jugend weiblich: wJD – Saalfeld 7:12 … wJA – Werratal 20:14

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M-TL: Vorbericht zum Auswärtsspiel bei Apolda’s Reserve

30. September 2016 von Diana Reichardt | Kommentare deaktiviert

„Gedämpft optimistisch“

Am Sonnabend gastiert der HBV Jena an der einstigen Wirkungsstätte für Ralph Börmel – in Apolda. Die Stimmung sei nach den vergangenen Erfolgen im Team sehr gut, doch gibt sich der Coach „gedämpft otimistisch“, schließlich wüsste man bei einer 2. Mannschaft nie wirklich, wer denn da am Ende auf dem Parkett aufläuft. Nichtsdestotrotz soll es ein Sieg werden.

Jena/Apolda. Kindheitserinnerungen. Die HBV-Männer schwelgen nach dem Training am Dienstag in selbigen. Dabei geht es jedoch nicht um Handball, nein, das fröhlich-gedankliche Stöbern in dieser Truhe, die sich da eben Kindheit nennt, ist eher von medialer Natur: die Kickers. Eine Trickfilmeserie aus Japan, die einst dazu beitragen sollte, den Fußball – oder auch Lappensport – im Land der aufgehenden Sonne populär zu machen. Und so stehen sie nach dem Training zu fortgeschrittener Stunde noch vor dem Tor des SBSZ Jena-Göschwitz und lachen sich darüber schlapp, wie denn besagte Comicfiguren oftmals – gefühlt – stundenlang während eines Konters über den grünen Rasen rannten und das Fußballfeld dabei überdimensionierte Ausmaße annahm. Gekrönt wurde das fußballerische Unterfangen oftmals von einem äußerst obskuren Abschluss, der eher an Kampfsport denn an Fußball erinnerte. Vielleicht könne man sich ja das eine oder andere abschauen und am Sonnabend gegen die 2. Mannschaft des HSV Apolda aufs Parkett legen. Allgemeines Gelächter bei Jan Vanek, Malte Hansemann, Nils Schabram, Hagen Rose oder Tobias Grau.

Gut eineinhalb Stunden zuvor geht es in dem Sportkomplex jedoch äußerst kernig zur Sache. Ein Laufduell zwischen Routinier Hagen Rosen und Nachwuchsspieler Martin Richter beispielsweise. Der Youngster hat den Ball im eigenen Strafraum erobert und verfolgt ab jenem Moment nur noch ein Ziel: irgendwie vor des Gegners Gehäuse zu kommen. Doch da hat er die Rechnung ohne Hagen Rose gemacht. Der „HBV-Wirbelwind“ macht seinem Namen alle Ehre und heftet sich an dessen Fersen. Keine Chance, noch vor dem Strafraum hat besagter Wirbelwind den Nachwuchs gestellt. Unnachahmlich. Zufrieden blickt derweil Trainer Ralph Börmel auf das Dargebotene. Vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf die Partie am Sonnabend.

Was da auf seine Mannschaft zukomme, sei im Vorfeld schwer einzuschätzen. „Die 2. Mannschaft aus Apolda setzt sich aus jungen und aus erfahrenen Spielern zusammen“, so Ralph Börmel. Auf der einen Seite Spieler, die sich nicht mehr gänzlich dem Leistungssport hingeben wollen, auf der anderen solche der Kategorie „Sturm und Drang“. „Das ist eine gute Mischung, so ein bisschen Wundertüte“, so der Coach weiter, der mit Letzterem auch auf den Umstand verweist, dass man bei einer 2. Mannschaft niemals wirklich wissen könne, wer denn am Spieltag womöglich aus der 1. Mannschaft plötzlich auflaufe. Gängige Praxis. „Ich kenne die Jungs, die halten auf jeden Fall zusammen. Die sind sehr souverän aufgestiegen, in erster Linie aufgrund der mannschaftlichen Geschlossenheit, weniger durch überragende Einzelspieler.“ Nichtsdestotrotz hat der Trainer dann auch noch ein paar Namen parat, die für das Spiel der Apoldaer von zentraler Bedeutung seien. Volker Goldmann beispielsweise, der im Rückraum agiert und derzeit als Spielertrainer fungiert. Und besagter Goldmann hat bei Ralph Börmel das Handball-Einmaleins gelernt. Dann wären da noch Dominik Althoff, Yves Stephan oder Nicky Resimius.

In seiner Mannschaft sei die Stimmung derzeit richtig gut. Drei Siege aus vier Spielen, es laufe gerade, so der Trainer. Gleichzeitig würden seine Spieler nun langsam erahnen, wozu sie in der Lage seien. Das Selbstvertrauen würde konsequent an die Tür der HBV-Männer klopfen. Demnächst vielleicht sogar endgültig hereintreten. „Am Anfang war noch sehr viel Unsicherheit zu spüren. Mittlerweile wissen sie, wenn wir weiter so spielen und sukzessiv an den Feinheiten arbeiten, können wir als Team etwas erreichen.“ Dennoch will Ralph Börmel den Ball flach halten, bricht aufgrund der zurückliegenden Erfolge nicht in grenzenlose Euphorie aus. Und das aus gutem Grund. „Die wirklich starken Gegner kommen noch“, mahnt er und nennt dann Mannschaften wie Eisenach, Mühlhausen oder Behringen-Sonneborn. „Wir haben aber auch noch Zeit.“

Die Basis für den derzeitigen Erfolg sei die Abwehr: Jan Vanek, Tobias Grau, Matej Fazik sowie John Le und natürlich die Schlussmänner Thomas Haugk, Felix Krause und Fabian Wiesbin. Gerade die Torhüter würden maßgeblich dazu beitragen, dass nicht nach jedem Fehler auf dem Feld sofort ein Tor falle. „Das ist ganz wichtig. Wir sind da in einer komfortablen Situation.“ Was die Offensivabteilung seiner Mannschaft betrifft, gibt sich der Coach ebenfalls zuversichtlich: „Es entwickelt sich langsam. Es wird Stück für Stück besser. Da brauchen wir eben noch etwas Geduld.“ Die Fehlerquote sei deutlich zurückgegangen, gleichzeitige würde das generelle Spiel immer besser, ja flüssiger werden. „Wir haben vergangene Woche sehr gut Konterleistungen abgeliefert, die von zahlreichen Torerfolgen gekrönt waren.“ Dergleichen sei sehr wichtig, ja geradezu essenziell, würden solche schlichten Treffer doch den Gegner kontinuierlich zermürben. Und für besagtes Zermürben sei nun einmal die Verteidigung die Basis. Dafür müssten die Spieler jedoch einander Vertrauen, ein jeder müsse sich auf den anderen verlassen können, schließlich müsse es schnell gehen, die Laufwege, die dafür elementar seien, müssten geradezu habitualisiert sein und dürfen nicht mehr reflektiert werden. Zentrale Figuren bei jenem schnellen Spiel seien unter anderem Martin Richter und Neuzugang Philipp Köppen.

Für den Coach, der einst 16 Jahre beim HSV Apolda wirkte, ist die Partie in der neuen Halle am Sonnabend natürlich etwas ganz Besonderes. „Ich kenne dort alle, das sind meine Freunde, doch ich möchte natürlich, dass wir da eine ordentliche Vorstellung abliefern und uns nicht das Leben selbst schwer machen.“ Es sei ein wichtiges Spiel für ihn, doch Ralph Börmel ist nicht der Einzige mit Apoldaer Wurzeln in den Reihen des HBV. Da wären ja auch noch Tobias „Skaterboi“ Grau und Stefan Langer. „Wir fahren nach Apolda, um zu gewinnen“, so der Coach, der sich „gedämpft optimistisch“ gibt. Vielleicht hilft ja eine Folge „Kickers“, dann klappt´s auch mit Apolda.

(@Visconti)

M-TL: Eine beeindruckend starke Jenaer Deckung

28. September 2016 von Diana Reichardt | Kommentare deaktiviert

Die Handball-Herren des HBV Jena 90 siegen weiter. Gegen das Kellerkind der Thüringenliga, die SG Könitz-Saalfeld gelang am vergangenen Wochenende ein ungefährdeter Sieg: 35:19.

Von Benedikt Bernshausen

Jena. Mit jedem versemmelten Spielzug wächst der Unmut der mitgereisten Gästefans aus Könitz und Saalfeld. “Nu reißt euch mal zusammen jetze”, schreit einer der fünf Trommler aus Leibeskräften. Nur wenige Sekunden später wirft Jörg Schmeißer den Ball aus aussichtsreicher Position auf das Jenaer Tor – im weitesten Sinne jedenfalls. Denn das Spielgerät schlägt drei Meter rechts und zwei Meter oberhalb des Gehäuses, in das zum Schutz der Hallenwand angebrachte Fangnetz, ein. Der Trommler schäumt vor Wut: “Das ist keine Torchance. Das ist Scheiße!”

Tatsächlich ist an diesem Samstag schon nach wenigen Spielminuten klar, dass die Partie mit einem Jenaer Sieg enden wird: In der fünften Spielminute bringt Malte Hansemann den HBV Jena 90 in Führung; in der siebten folgt ein einziges Mal der Ausgleich für die SG Könitz/Saalfeld durch Florian Hecker; im direkten Gegenzug dann die erneute Führung für Jena durch Viktor Beketov. Damit nimmt die Geschichte ihren einseitigen Lauf. Bis zur 28. Spielminute erzielen die Hausherren in der Göschwitzer Turnhalle in der Rudolstädter Straße dreizehn Tore, die Gäste treffen lediglich zwei Mal. In den Reihen der Spielgemeinschaft häufen sich Fehler: Pässe – im Angriff sowie im Spielaufbau – landen regelmäßig im Seitenaus oder in den Fängen der Jenaer Defensive, die die daraus resultierenden Konter nutzt, die eigene Torbilanz weiter aufzupolieren. Echten hochkarätigen Torchancen der Gäste macht in der Regel der starke Jenaer Schlussmann Fabian Wiersbin den Garaus. Erst kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit gewinnen die Saalfelder an Sicherheit. Zur Pause steht es 14:5.

Den komfortablen Vorsprung nutzen die Jenaer in der zweiten Spielhälfte für Probeläufe. “Wir haben viel gewechselt”, sagt Cheftrainer Ralph Börmel. Zwar sei dadurch etwas Unruhe in das eigene Spiel und der Gegner zugleich besser in seines hineingekommen; zwischenzeitlich schmolz das Polster auf nur noch sechs Tore. “Doch es bestand keine Gefahr. Und da können dann auch alle Spieler mal ran und zeigen, was in ihnen steckt”, sagt Börmel. So übernahm beispielsweise Thomas Haugk zwischen den Pfosten den Posten von Wiersbin. Statistisch folgt in der Offensive fortan auf drei Treffer der Gastgeber ein Tor der Gäste. Immer wieder scheitern die Saalfelder an der hochgelobten Jenaer Defensive; auf den letzten Metern zeigt sich auch die konditionelle Überlegenheit der Hausherren, die nach einer roten Karte für Christopher Zapf in den drei Schlussminuten zudem in Überzahl sind. Dann beendet das Schiedrichtergespann Knut Kallenbach (Salzungen) und René Vockenberg (Eisenach) die Partie – Resultat: 35:19. “Wie heißt es so schön? Der Sieg war zu keiner Zeit in Gefahr”, sagt Ralph Börmel zufrieden.

Nach der Niederlage am ersten Spieltag, feiern die Jenaer Handballer nun bereits den dritten Sieg in der Thüringenliga in Folge. “Ich denke, wir haben das Spiel – wie die anderen Spiele auch schon – in der Abwehr gewonnen. Wir stehen super, stehen sicher und können uns daraus dann Tore erarbeiten, also einfache Tempogegenstöße, die wir verwandeln”, sagt Malte Hansemann. Die Ansicht teilt Börmel, der in der guten Defensivarbeit den “Grundstein dieses Sieges” erkennt. Christian Wolfram, Trainer der Spielgemeinschaft, braucht nach dem Abpfiff einen kurzen Augenblick, um die Gedanken zu ordnen. Dann sagt er: “Das war eine katastrophale erste Halbzeit meiner Mannschaft!” Gegen das Konterspiel der Jenaer, aus dem allein in der Anfangsphase acht Tore resultierten, hatte die Spielgemeinschaft kein wirksames Rezept. Der Spielverlauf sei im Grunde nicht zu erklären, denn die Stimmung sei gut und die Jungs seien heiß gewesen, bemerkt der Saalfelder. Jedoch habe die “starke Jenaer Deckung” seine Mannschaft beeindruckt. “Und der Ball hat uns den Rest gegeben”, sagt Wolfram schließlich. Tatsächlich wurde das Spielgerät mit jeder Minute glatter, da die im Handball üblichen Haftmittel in Göschwitz nicht benutzt werden dürfen. “Die Stadt sagt, wir machen die Halle schmutzig”, erklärt Ralph Börmel kopfschüttelnd. Zu dem Anspruch des Vereins, auf hohem Niveau Handball spielen zu wollen, passt das städtische Harz-Verbot schlichtweg nicht.

Jena: – Torschützen: Beketov (6), Rose (6), Hansemann (5), Grau (5), Le (4), Richter (2), Vanek (2), Langer (2), Witzel (1), Fazik (1); 2-Minuten-Strafen: Le (44./49.).

SG: – Torschützen: Möller (5), Zapf (4), Buttler (4), Zschiedrich (2), Schmeißer (2), Hecker (1), Reiner (1); 2-Minuten-Strafen: Schmeißer (19.), Zapf (33./53./57.), Höfer (35./53.), Schmidt (39.); RK: Zapf (57.).

Quelle: OTZ Jena vom 28.09.16

F-TL: HBV-Feuerwerk in Mühlhausen oder „Eine für alle, alle für eine“

27. September 2016 von Diana Reichardt | Kommentare deaktiviert

Die verrückte Band aus Jena setzt ihren Siegeszug in der Thüringenliga fort. Mit einem regelrechten Erdrutschsieg von 39:21 (19:12) deklassiert das Team von Christopher Pchalek am dritten Spieltag die Gastgeber des VfB TM Mühlhausen und thront an der Tabellenspitze. „Absolut todes“, wie die HBV-Spielerinnen zu pflegen sagen.

Mühlhausen. Irgendwie kommt einem Alexandre Dumas in den Sinn. Wohlgemerkt der Ältere, eben jener französische Schriftsteller, der für literarische Klassiker der Marke „Der Graf von Monte Christo“ oder „Die drei Musketiere“ verantwortlich ist, könnte letztlich Pate dafür gestanden haben, wenn denn Christopher Pchalek vom Teamgeist seiner Mannschaft am vergangenen Sonnabend spricht. Was heißt spricht. Der HBV-Coach schwärmt eher. Und so schwingt dann auch ein Hauch um die drei beziehungsweise vier Musketiere – namentlich Aramis, Porthos, Athos und natürlich D`Artagnan – mit, die da einst den Slogan hatten: „Einer für alle, alle für einen“. Bei den HBV-Damen müsste er dann jedoch „Eine für alle, alle für eine“ lauten. Gender und so.

“Die Mannschaft hat sich auch dieses Mal als geschlossene Einheit präsentiert. Jede Spielerin hat der anderen geholfen. Gab es einmal ein Problem oder eine hat gepatzt, war sofort eine andere zur Stelle“, lobt der Trainer, der jedoch auch darauf verweist, dass sich die HBV-Damen untereinander lautstark motiviert hätten, gleich auf dem Parkett oder auf der Bank. Er indes hätte seine Stimme – zumindest ein wenig – schonen können. So oder so, mit der Motivation verbaler Natur hätten seine Spielerinnen die zu anfangs vorherrschende „Totenstille“ in der Halle in Mühlhausen brechen können. Ja, es sei ein regelrechtes „Feuerwerk“ gegen den VfB Mühlhausen am 3. Spieltag der Thüringenliga aus Sicht der Gäste aus Jena gewesen. In Zahlen bedeutet besagtes Feuerwerk 39:21 (19:12). Ein beeindruckender Erdrutschsieg, der laut Pchalek ab der 12. Spielminute eingeleitet wurde. Bis dato habe sein Team leidglich mit einem schmalen Treffer in Führung gelegen – aber dann. „Die ersten zehn Minuten waren eher durchwachsen. Die lange Fahrt steckte den Spielerinnen wohl noch in den Beinen. Außerdem durften zu Beginn auch einmal die Reservistinnen auflaufen“, so der Coach, der die durchwachsene Leistung jedoch nicht an jenen Spielerinnen festmachen möchte, die ansonsten weniger Spielzeit erhalten würden. Sein Team habe sich in jener Phase erst finden müssen. Und sie fanden sich. „Sie sind dann ihren Weg gegangen, haben ihren Handball gespielt“, resümiert Christopher Pchalek. Die Mannschaft um Spielführerin Stephanie Kieslich hätte sich schlichtweg zusammengerissen und ihre Chancen entsprechend verwertet. Merke: Nach der Selbstfindung fallen die Tore. Ewige Wahrheiten, die sich dann auch im Halbzeitstand widerspiegelten: 19:11 für den HBV.

An diese Leistung knüpften die Spielerinnen in den folgenden 30 Minuten geradezu konsequent und entschlossen an. „Wir haben unsere spielerische Überlegenheit dann in Gänze demonstriert“, so der Coach. 20 weitere Treffer konnten die Gäste aus der Universitätsstadt im zweiten Durchlauf verbuchen. Besonders stolz ist Christopher Pchalek darauf, dass sich alle seine Handballerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten, allen voran Julia Weinrich (acht Tore) und Julia Wagner (sieben Treffer). “Rotation“ hieß das Zauberwort. Mit dem dritten Sieg in Folge stehen die HBV-Damen nun an der Spitze der Thüringenliga, punktgleich mit dem HSV Apolda, jedoch – wen wundert es nach den Schützenfesten gegen Hermsdorf und eben Mühlhausen – mit dem besseren Torverhältnis. „Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten eine super Vorbereitung und ernten nun die Früchte. Besonders stolz bin ich jedoch auf die knappe und harte Partie gegen Altenburg, dergleichen muss man erst einmal gewinnen“, sagt der Trainer, der jedoch auch betont, dass sein Team jetzt der „Gejagte“ in der Liga sei. In den kommenden drei Wochen wollen er und Co-Trainerin Claudia Gresch weiter an den Details feilen, bevor es perspektivisch zum Gipfeltreffen mit eben dem HSV Apolda kommt. „Dann wird sich zeigen, ob wir denn da oben hingehören und ob wir uns auch absetzen können.”

HBV Jena:
Jeannette Weigelt; Anne Müller (3), Marie Göpfert (3), Mandy Gollmann (1), Claudia Sprengler (3), Ute Hofmann (4), Julia Weinrich (8/2), Anna Richter (1), Alexandra Kraska (4/2), Steffi Kieslich (5) und Julia Wagner (7)

VfB TM Mühlhausen:
Svenja Schnauß, Laura-Marie Bülow; Annabelle Wichert (1), Carolin Hauschild, Tabea Bachmann (3), Carolin Gunkel (4/4), Manuela Hauschild, Marlen Schreiber (4), Josefine Wiegand 6/1), Katharina Stieding (3) und Joelle Hartmann

Schiedsrichter: Denis Lintz (Nazza), Michael Müller (Ruhla)

Zuschauer: 50

Spielfilm: 1:0 (2.), 2:5 (8.), 6:7 (12.), 6:11 (14.), 10:19 (27.), 11:19 (Hz), 12:26 (42.), 15:32 (49,), 18:36 (56.), 21:39 (Endstand)

(@Visconti/D.Reichardt)

M-LL: Spielbericht HBV Jena 90 II gegen SV Fortuna Großschwabhausen

27. September 2016 von Admin4 | Kommentare deaktiviert

Am vergangenen Samstagabend gastierte der SV Fortuna Großschwabhausen zum Derby in der Landesliga Staffel 1. Eine besondere Motivation für den HBV Jena II sorgten die Gäste, die gleich fünf ehemalige Spieler einsetzten. Im Gegensatz zur Vorwoche gab es vier personelle Veränderungen. Verletzungsbedingt fehlten Dustin Engelke und Tobias Helk, die durch Uli Brembach und Pascal Delor ersetzt wurden, zudem spielten Matthias Knappe und Felix Poblotzki für Eric Junker und Philipp Martin.

Im Gegensatz zur Vorwoche, in der beide Mannschaften wie die Feuerwehr loslegten, begann die Partie eher zäh und war geprägt von technischen Fehlern und Fehlwürfen auf beiden Seiten, mit dem besseren Ende für die Gäste. So verschlief der HBV II die ersten zehn Minuten komplett. Angetrieben von zahlreichen Gästefans zog die Mannschaft aus Großschwabhausen innerhalb der ersten zehn Minuten mit einem 3:0 Lauf davon. Erst in der 11. Spielminute konnten die Gastgeber erfolgreich einnetzen und hätten auch gleich per 7-Meter nachlegen müssen, aber der Ball fand den Weg nicht ins Tor. In der Folge stabilisierte sich die Abwehr und Torhüter Björn Kretzschmar, der in dieser Saison von den Rodewischer Handballwölfen gekommen war, konnte sich mehrfach auszeichnen. Innerhalb von sechs Minuten konnte eine 5:3 Führung herausgeworfen werden. Die Gäste reagierten mit einer Auszeit, die den Spielfluss des HBV II unterbrach. Über die Spielstationen 5:4 und 6:5 arbeiteten sich die Gäste kontinuierlich ins Spiel zurück. In der Folge unterliefen dem Gastgeber wieder zu viele Fehlwürfe und technische Fehler, die es dem Gegner ermöglichten, in der 26. Spielminute mit 6:8 in Front zu gehen. Willens das Spiel nicht aus der Hand zu geben, konnte der HBV II bis zum Halbzeitpfiff das Spiel erneut drehen. So ging es mit 9:8 in die Kabinen.

Mit einem klaren Ziel, den Start in Halbzeit zwei nicht wieder zu verschlafen, kam der HBV II aus der Kabine. Auch wenn bei eigenem Anwurf der Ball zunächst nicht im Tor versenkt werden konnte und postwendend der Ausgleich fiel, fand die Mannschaft gut ins Spiel und konnte fortan mit 11:9 in der 37. Spielminute in Front gehen. Aber wie schon im Spiel gegen den SV Post Gera waren die folgenden Minuten von zu vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen geprägt, wohingegen der Gegner nach belieben traf und mit einem 0:6 Lauf mit 11:15 deutlich führte. Es folgte eine Auszeit der Gastgeber in der 47. Spielminute. Jeden Spieler bei der Ehre gepackt, motivierte Trainer Eric Junker die Mannschaft zu einer Leistungsexplosion. Jeder solle das abrufen, was in der Vorwoche auch abrufbar gewesen ist. Der eingewechselte stark aufgelegte Falk Brüning im Tor gab in den letzten 13 Minuten des Spiels die nötige zusätzliche Motivation. Der Abstand konnte innerhalb von drei Minuten auf 14:15 verkürzt werden. Die spannende Schlussphase begann und der Gegner erhöhte zunächst wieder auf 14:16. Der anschließende Angriff wurde abermals nicht erfolgreich zu Ende gespielt und der SV Fortuna Großschwabhausen erhöhte gar auf 14:17. Es hatte den Anschein, als würde der Gast die Punkte aus Jena entführen. Die mitgereisten Gästefans trauten ihren Augen nicht, nachdem binnen drei Minuten der Ausgleich erzielt werden konnte. Beim Stand von 17:17 waren noch fünf Minuten zu spielen, in denen jede Mannschaft das Spiel für sich hätte entscheiden können. Beide Mannschaften scheiterten jedoch an den jeweiligen Torhütern. Die 59. Spielminute begann und Jena war im Ballbesitz. Ein toller Spielzug eröffnete die Möglichkeit das Spiel für sich zu entscheiden, aber der Ball prallte vom Pfosten zurück ins Spielfeld, direkt in die Hände des Gegners. So eröffnete sich 30 Sekunden vor Schluss Großschwabhausen die Chance auf den Sieg. Die letzten Kraftreserven wurden mobilisiert und eine stabile Abwehr sorgte dafür, dass die Gäste nur noch zu einem Freiwurf aus halbrechter Position drei Sekunden vor Schluss kamen. Kurzum die Abwehr hielt.

Beim Endstand von 17:17 und einer gerechten Punkteteilung kann der HBV Jena II von einem Punktgewinn sprechen. Auch wenn sich in den letzten fünf Minuten mehrfach die Möglichkeit ergab, dass Spiel für sich zu entscheiden, so gilt auch zu sagen, dass der Gegner ebenfalls mehrfach die Möglichkeit zum Sieg hatte. In der 2. Runde des Landespokals gastiert der HBV Jena II am kommenden Samstag beim TSV Motor Gispersleben. (kre)

Zeitstrafen:​HBV Jena II: ​ 0 Minuten (0 Zeitstrafen)
​SV Großschwabhausen: 8 Minuten (4 Zeitstrafen)

Siebenmeter:​HBV Jena II:​ gegeben: 2 ​verwandelt: 1
​SV Großschwabhausen: gegeben: 4​verwandelt: 3

Für den HBV Jena II spielten:
Tor:​ Brüning, Kretzschmar, Schmidt
Feld:​ Brembach (Tore: 1/ davon Siebenmeter: 0), Delor, Dubnack (2/1), Kayser (4), Klerner (1),Knappe, Messing (4), Poblotzki, Rose(1), Scherwietes (1), Stanek (3)