HBV Jena 90

Der Handballverein in Jena

Hurra, wir leben noch!

10. Mai 2012 von Admin | Keine Kommentare

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Schreiber kommt als zweiter Trainer

9. Mai 2012 von Admin | Keine Kommentare

Jena. Mit einem deutlichen 31:23-Erfolg im Gepäck kehrten Jenas HBV-Herren aus dem Landkreis Greiz zurück. Das Team um Trainer Michael Hoffmann schlug die Reserve des HSV Ronneburg, landete mit diesem Sieg im letzten Saisonspiel in der Endabrechnung der Handball-Landesliga auf dem sechsten Platz. »Wir haben uns mit einem nie gefährdeten Sieg anständig verabschieden können. Meine Jungs haben eine ordentliche Leistung abgeliefert, eine Leistung, die ich mir in den Spielen der Vorwoche schon gewünscht hätte«, sagte Trainer Michael Hoffmann nach dem Schlusspunkt der Saison.
In das Duell mit »der Zweiten von Ronneburgs« starteten die Jenaer wie die Feuerwehr. Schnell war eine 5:0-Führung herausgeworfen, ein Vorsprung, der zwischenzeitlich zwar auf 9:6 schrumpfte, bis zur Halbzeitsirene aber wieder auf 15:9 ausgebaut wurde. Personell durch die Ausfälle von Pfitzner, de la Motte, Winterhoff, Blank, Reklies, Schabram, Meß, Le und Brüning massiv gehandicapt, sprangen die Mitspieler ein und sicherten sich im Verlauf der zweiten Hälfte den am Ende ungefährdeten Sieg. Bis zur 36. Minute hatte der HBV Jena die Hausherren auf 17:11 distanziert, entschied die Begegnung aller spätestens bei der 26:15-Führung in der 51. Minute. So entwickelte sich das längst entschieden Duell in der verbleibenden Spielzeit zum lockeren Auslaufen. Mit dem Sieg zufrieden, mit dem Saisonverlauf allerdings nicht, zog Hoffmann eine kurze Abschlussbilanz. »Für dieses Team mit diesem Potential war auf alle Fälle mehr möglich. Zwischendurch haben wir uns immer wieder selbst ein Bein gestellt, hat sich die Mannschaft mit knappen Niederlagen am Ende eine bessere Platzierung verbaut. Nichts desto trotz kann ich der Mannschaft bestätigen, dass sie sich im Verlauf der letzten Monate in die richtige Richtung entwickelt hat. Dennoch ist noch genügend Potential vorhanden, hat jeder Spieler noch Luft nach oben, um auch zukünftig mehr erreichen zu können«, urteilt der HBV-Coach, der ab 01. Juli 2012 kompetente Verstärkung erhält.
Der ehemalige Hermsdorfer, Bad Blankenburger und zuletzt in Ronneburg an der Seitenlinie stehende Steffen Schreiber wird zukünftig bei den HBV-Herren mit Hoffmann eine Trainer-Doppelspitze bilden. Die Verpflichtung von Schreiber, der in Thüringer Handballkreisen eine sehr guten Ruf genießt, kann durchaus als Signal zum Aufbruch in eine erfolgreichere Ära verstanden werden. So werden neben dem neuen Gesicht auf der Jenaer Bank derzeit mit Veit Nowak, Pierre Liebelt, Hagen Rose und Swen Gottschalk zwar vier ebenfalls prominente Spieler-Namen gehandelt, unterschriebene Verträge liegen jedoch noch nicht vor. »Ja, es gibt Gespräche mit den genannten Spielern und es werden wohl noch drei, vier weitere Zugänge folgen. Allerdings handelt es sich derzeit wirklich nur um Gespräche«, bestätigte Hoffmann die Verhandlungen.
Mit neuem und erfahrenen Personal will der HBV Jena mittelfristig den Aufstieg in die Thüringenliga realisieren, schielt langfristig sogar in Richtung Mitteldeutsche Oberliga. »Sowohl die Stadt als auch der Verein haben durchaus das Potential, um sich mit kontinuierlich guter Arbeit für höhere Aufgaben empfehlen zu können«, versucht Jenas Trainer das Wort Aufstieg zu vermeiden. Auch Hoffmann weiß, dass es Zeit und Erfahrung benötigt um bereits vorhandene Leistungsfähigkeit mit der Qualität der Neuzugänge zu vereinen. Der Grundstein scheint jedoch gelegt.
HBV Jena: Bojahr, Motzke (im Tor); Kellermann 7, Stanek 3, Lothspeich 6, Joel 5, Klemm 4, Grunow 3, Flämmich 2, Blaeß 1.